Wie schon fast gewohnt hat auch die 17. Weltklimakonferenz im letzten Dezember nicht wirklich den großen Durchbruch geschafft. Viel zu groß ist nach wie vor die Sucht der Menschen nach Macht und
wirtschaftlichen Gewinnen.
Geld regiert also nach wie vor die Welt. Natürlich ist man als Realist auch schon vorher davon ausgegangen dass gerade die großen Umweltverschmutzer wie die USA und China lieber weiter auf den Wirtschaftswachstum schauen als die Natur für die nächsten Generationen zu schützen. Die Verlängerung des Kyoto-Abkommens zur Minderung der Treibhausgasemissionen etwa sind nach wie vor nur Wunschdenken der Umweltfreunde.
Und doch war die letzte UN-Weltklimakonferenz vom 28. November bis 9. Dezember im afrikanischen Durban etwas einmaliges. Grund dafür war das ECOSPHERE Projekt von CNN. Während der Weltklimakonferenz startete man damit den Konferenz-Teilnehmern Meinungen, Ideen und Gedanken aus aller Welt zum Thema Klimawandel über eine digitale Installation näher zu bringen.
Über Twitter konnte jeder der wollte mit Hilfe des Hashtags #COP17 seine Meinung und Anregung zu den Themen der Weltklimakonferenz senden. In Echtzeit entstanden so während der Konferenz digitale Bäume. Je häufiger dabei ein Thema auftauchte, umso schneller gedeiht in der Animation ein Ast und damit der Baum. Wurden Themen nicht mehr diskutiert, “starb” der Baum ab und schaffte Platz für neue Diskussionsbäume. Durch das Zoomen auf die verschiedenen Zweige und Äste kann man sehen welche Themen die weltweiten User besonders interessierte.
Das ECOSPHERE Projekt zeigte den Delegierten so direkt vor Ort was die weltweite Twitter-Community und damit auch die große Mehrheit der Menschen zu den Themen des Gipfels denkt.
CNN hat es mit dem ECOSPHERE Projekt geschafft die Meinung der Menschen mit in die Klima-Konferenz einzubringen, wenn auch nur visuell. Aber es ist ein kleiner Schritt um vielleicht schon bald damit anzufangen dass auch unsere nächste Generation noch die Schönheit der Natur genießen kann.
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